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Diese Seite ist meinem Bruder Rolf gewidmet

Geboren wurde er am 22.04.1937 als echter Hamburger Jung. Ist er nicht ein süsses Kerlchen - 
hier im zarten Alter von 18 Monaten :-))))

Na, ob der vielleicht eifersüchtig war, als er 2 1/2 Jahre später nicht mehr Einzelkind war 
und die Aufmerksamkeit der Eltern und Grosseltern mit der kleinen Schwester teilen musste ????

Später hat er dann oft den Aufpasser gespielt und das war bestimmt nicht immer einfach, 
denn die kleine Deern hatte manchmal einen ziemlich dicken Kopf.

Naja, wenn die gar nicht mehr zu bändigen war, wurde aus einem Buch vorgelesen 
und der Wildfang hat ganz brav zugehört.

     

In Salzhausen, wo wir nach der Ausbombung unsere Kindheit verbracht
 haben, gab es immer allerhand zu erleben. 
Brav winke- winke machen auf sonntäglichen Spaziergängen, 
aber auch Äppel haben wir zusammen geklaut und mit 
Vadders Sachen Soldaten gespielt.

     

Der "Ernst " des Lebens begann, die Schule rief.

In den Ferien waren wir fast immer in Hamburg bei den Grosseltern,
 ach war das schööööön.

Dem Buttje allerdings wurde es später zu langweilig, ist ja auch zu verstehen, 
andere Interessen rückten in den Vordergrund.

Mit Freunden was unternehmen, Radtouren machen und mit den Pfadfindern 
oder der Schreberjugend ins Zeltlager macht ja viel mehr Spaß......

                   

                       

Die Teenagerzeit begann und wurde in der Freizeit tüchtig genossen...... 
denn der richtige Ernst des Lebens hatte begonnen und auf Wunsch der Eltern 
lernte Rolf in der Firma des Onkels Versicherungskaufmann. 
Eigentlich wollte er gleich zur See fahren, aber das wurde von den "Erwachsenen" nicht für voll genommen.

So hat er brav die Lehre abgeschlossen und dann als Schiffsjunge angeheuert. 
Zu der Zeit war es noch möglich, gleich auf dem Schiff anzufangen, 
ohne vorher die Seefahrtsschule zu besuchen.

Auf dem Bananendampfer "Quadriga" fuhr er lange Zeit nach Equador 
und wenn der Pott hier im Hafen anlegte, stand die Schwester meistens am Kai, 
ebenfalls, wenn es wieder hieß "Leinen los"!

1963 trat er mit seiner Inge vor den Traualtar und aus der Ehe stammen die Mädels Susanne und Nicole. Während dieser Zeit hängte er die Seefahrt an den Nagel und da war es gut, dass er eine kaufmännische Ausbildung gemacht hatte. Aber das Meer ließ ihn nicht los, im Urlaub wurde immer mal wieder angeheuert und eine Fahrt gemacht. Die Ehe ging leider in die Brüche und da hielt ihn nichts mehr an Land.

Bei seinen Stippvisiten in der Heimat wohnte er teilweise bei unserer Mutter und später bei mir. So hatten wir auch da immer viel Spaß, wenn er da war und wir sind auch so manches Mal in der Disco zum schwofen gewesen. Waren da aber schon die "Ollen" und wurden bestaunt, wenn wir schwungvoll nach extra bestellten Rhythmen herumhüpften.

 

                           

Er war, genau wie ich es noch bin, ein Fan des HSV und wir sind des Öfteren 
gemeinsam zu Spielen ins Volksparkstadium gegangen. Hat immer mächtig
viel Spaß gemacht und auch meine Söhne waren oft mit von der Partie.

Mein Sohn Jens ist heute noch ein begeisterter HSV - Fan.

"Schlepperei" eines Trockendocks von Hamburg nach Australien

Das war 1974 - da wurde ein Dock ans andere Ende der Welt gebracht. 
Bevor es losging, war ich mit seinen und meinen Kindern noch an Bord des 
Bugsier-Schleppers "ALBATROS". Reporter umschwärmten uns und die Kinder 
sammelten fleißig Autogramme. So wusste ich den Namen des Aufnahmemannes 
und bin zu den geknipsten Bildern gekommen.

     

7 1/2 Monate war er unterwegs, hat in Melbourne eine Cousine mit Familie besucht 
und einige Zeit lag der Schlepper noch in La Coruna für Notfall-Einsätze.

In der Zwischenzeit hatte unsere Mutter für ihn eine Wohnung gefunden, 
die Schwesterchen dann renoviert und mit Möbeln versehen hat.

Danach besuchte er noch die Steuermannsschule, um sein Kapitänspatent zu machen und 
versprach mir, wenn ich das in der Tasche habe, nehme ich Dich mal mit auf "Grosse Fahrt"!

Leider ist daraus nichts mehr geworden, denn nach einem Unfall trat er
am 17. November 1975 mit nur 38 Jahren seine letzte große Reise an......

So schlummerte dieser Traum meiner Jugend jahrelang in mir und ging erst im Oktober 1999 
als Geschenk meiner Anhängerschaft und Freunden zum 60. Geburtstag in Erfüllung.


Wir haben uns immer prächtig verstanden und waren die besten Freunde.... 
natürlich wurde sich auch mal gekabbelt, aber wo gibt es das nicht ???

Er fehlt mir heute immer noch, wenn ich mal jemanden dringend zum reden brauche, 
aber vielleicht schaut er ja mit den andern aus meiner Verwandtschaft von da oben herab und hat dafür gesorgt, dass mein Traum wahr wurde.

                                                        

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