Wo de Nordseewellen...

Text: Martha Müller-Grählert (*1876 +1938)
 Melodie: Simon Kranning

 

 

Wo de Nordseewellen trecken an de Strand,
Wor de geelen Blöme bleuhn int gröne Land,
Wor de Möwen schrieen gell int Stormgebrus,
Dor is mine Heimat, dor bün ick to Hus.
Wor de Möwen schrieen gell int Stormgebrus,
Dor is mine Heimat, dor bün ick to Hus.

Well'n un Wogenruschen weern min Weegenleed,
Un de hohen Dieken seh'n min Kinnerleed,
Markten ok min Sehnen un min heet Begehr:
Dör de Welt to flegen, ower Land un Meer.
Markten ok min Sehnen un min heet Begehr:
Dör de Welt to flegen, ower Land un Meer.

Wohl hett mi dat Lewen all min Lengen still,
Hett mi all dat geven, wat min Hart erfüllt;
All dat is verswunnen, wat mi drück un dreev,
Hev dat Glück woll funnen, doch dat Heimweh bleev.
All dat is verswunnen, wat mi drück un dreev,
Hev dat Glück woll funnen, doch dat Heimweh bleev.

Heimweh nach min schöne, gröne Marschenland,
Wor de Nordseewellen trecken an de Strand,
Wor de Möwen schrieen gell int Stormgebrus,
Dor is mine Heimat, dor bün ick to Hus.
Wor de Möwen schrieen gell int Stormgebrus,
Dor is mine Heimat, dor bün ick to Hus.

.....und hier in "highgerman" (hochdeutsch)

1. Wo die Nordseewellen spülen an den Strand,
Wo die gelben Blumen blühn ins grüne Land,
|: Wo die Möwen schreien schrill im Sturmgebraus,
Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus. :|

2. Well'n und Wogen sangen mir mein Wiegenlied,
Hohe Deiche waren mir das "Gott behüt",
|: Merkten auch mein Sehnen und mein heiß Begehr:
Durch die Welt zu fliegen, über Land und Meer. :|

3. Wohl hat mir das Leben meine Qual gestillt,
Und mir das gegeben, was mein Herz erfüllt.
|: Alles ist verschwunden, was mir leid und lieb,
Hab das Glück gefunden, doch das Heimweh blieb. :|

4. Heimweh nach dem schönen, grünen Marschenland,
Wo die Nordseewellen spülen an den Strand,
|: Wo die Möwen schreien, schrill im Sturmgebraus,
Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus. :|

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