1. Wir lagen vor Madagaskar - Und hatten die Pest
an Bord.
In den Kesseln da faulte das Wasser - Und
täglich ging einer über Bord.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel, leb wohl,
leb wohl.
2. Wenn das Schifferklavier an Bord ertönt,
Ja da sind die Matrosen so
still,
Weil ein jeder nach seiner Heimat sich
sehnt,
Die er gerne einmal wiedersehen
will.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel, leb wohl, leb
wohl.
3. Und sein kleines Mädel, das sehnt er sich
her,
Das zu Haus so heiß ihn
geküßt!
Und dann schaut er hinaus auf das weite
Meer,
Wo fern seine Heimat ist.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel, leb wohl, leb
wohl.
4. Wir lagen schon vierzehn Tage,
Kein Wind
in den Segeln uns pfiff.
Der Durst war die größte Plage,
Dann liefen wir auf ein Riff.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel, leb wohl, leb
wohl.
5. Der Langbein, der war der erste,
Der soff von dem faulen Naß.
Die Pest, sie gab ihm das Letzte,
Und wir ihm ein Seemannsgrab.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel, leb wohl, leb
wohl.
6. Und endlich nach 30 Tagen,
Da kam ein
Schiff in Sicht,
Jedoch es fuhr vorüber
Und sah uns
Tote nicht.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel, leb wohl, leb
wohl.
7. Kameraden, wann sehn wir uns wieder,
Kameraden, wann kehren wir
zurück,
Und setzen zum Trunke uns nieder
Und genießen das ferne
Glück.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel, leb wohl,
leb wohl.
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