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Der "süße kleine" Himmelhund Balou

 

Als mein Auto ohne Umwege sein Ziel im wunderschönen Westerwald erreichte, saß da an der Leine so ein Wuschelhund bei der Einfahrt und machte "wuff, wuff". Daraufhin kam sein Herrchen heraus und auch Balou durfte mit ins Haus.
Zur Begrüßung kam er schwanzwedelnd auf mich zu, sprang an mir hoch und legte seine Pfoten auf meine Schulter. Ein Küsschen mit der Schnauze gab es auch. Was für ein Glück, dass ich nicht gar so ängstlich bin, andere hätten vielleicht den Schreck ihres Lebens bekommen.

Anschließend hat er dann wohl an meiner Jeans gerochen, das mich zwei Tage vorher zwei andere Hundedamen umgarnt haben. Er kam immer wieder auf mich zu, schmuste herum, legte die Pfoten auf meinen Schoß und wollte seine Streicheleinheiten.
Die "Stadtpflanze" war richtig gerührt über so viel Zuneigung. Wenigstens ein männliches Wesen, das mit mir schmust :-) :-) :-)
Aber selbst die Katze Momo muss den Bär sehr lieben, denn zu meinem Erstaunen kam sie an und brachte ihm ein Mäuschen, legte es dem "Herrn" direkt vor die Pfoten und er verspeiste es genüsslich.


Wir Menschenkinder haben dann Kaffee und Kuchen genossen, Balou lag anfangs brav daneben, aber auf einmal war er verschwunden.
Für mich Neuling zuerst nichts aufregendes, aber dann erfuhr ich, das dies an der Tagesordnung ist. 
Der Himmelhund nutzt jede erdenkliche Möglichkeit, um Streifzüge in die Nachbarorte zu unternehmen. Da aber alle ja sooooo lieb zu ihm sind, vergisst er dann, nach Hause zurück zu kommen. Also machte sich Frauchen schnellstens auf den Weg, ihn wieder einzufangen, bevor er allzu weit weg war. Ist nämlich immer ein ziemlicher Weg zu Fuß bis zu den nächsten Ansiedlungen.

Über Pfingsten musste das Wuscheltier dann in den Zwinger, 
da war keine Zeit, auf "Hundefang" zu pilgern.

An den nächsten Tagen hat uns das Kerlchen dann verschiedentlich an der Nase herum geführt. 
Solange irgend jemand in der Nähe war, wurden wir aus treuen Augen angesehen und immer wieder aufgefordert, doch Streicheleinheiten zu verteilen. Aber wehe, wehe, Sabinchen und ich haben ihm mal beide den Rücken zugedreht, schwups wurde das ausgenutzt und der Himmelhund war verschwunden.

Nun mochte ich die liebe "Herrin" ja nicht immer alleine auf Suche laufen lassen, da meine Wenigkeit aber ja nicht so gut zu Fuß ist, wurde das Auto genommen. Am Ortseingang dann die große Frage, 
ist er nach rechts oder nach links unterwegs?????? 
Nette Anwohner gab es manchmal, die uns dann oft den richtigen Weg wiesen.

Es passierte aber auch, das wir erst in dem einen Nachbarort waren und keine Spur von dem Ausreißer entdeckten, dann ging es in die andere Richtung. So fanden wir Balou dann mal in einem entfernteren Ortsteil von Hausen. Da liegt in der Nähe ein wunderschöner See, den mir Sabinchen bei der Gelegenheit gleich einmal zeigen wollte.
Ein steiler Abhang führte an das idyllisch gelegene Wasser. Es glitzerte im Sonnenschein, kein Mensch war weit und breit zu sehen. Da freute sich das Auge und das Herz lachte bei so einem Anblick.
Wir zwei "Damen" kamen uns vor wie im Märchen und verwandelten uns erst gedanklich in Wassernixen und dann zog es uns in das erfrischende Nass.

Aber was machen wir mir Balou, damit der uns nicht wieder auf und davon läuft??? 
Meine Jeans wurde in eine provisorische Hundeleine verwandelt. Die Hosenbeine an einen 
Baumstamm geknotet und der Knopf am Hundehalsband befestigt. Damit es besser hält, kam zur Sicherheit noch das Uhrenarmband mit dazu.

Dann runter mit den restlichen Klamotten und so wie Gott uns schuf, stiegen wir in die kühlen Fluten. 
Es war so herrlich, dass es mit Worten kaum zu beschreiben ist.
Wegen eines fehlenden Handtuches mussten wir unsere Sachen über die noch etwas feuchte Haut streifen, aber das tat der guten Laune in keiner Weise einen Abbruch.

Balou wurde von der "Leine" befreit und dann als "Zugmaschine" für die "Stadtpflanze" benutzt. 
Ich hielt mich an seinem Halsband fest und er zog mich wieder den steilen Weg nach oben. 
Die letzte Steigung habe ich nach einer Pause dann selbst bewältigt, 
da die "Lokomotive" für mich OLLE ein wenig zu viel Kraft hatte.

Auf einer Bank mitten im Wald war noch eine kleine Rast fällig -
 da lief uns eine Blindschleiche über den Weg.
Somit muss ich dem Ausreißer noch dankbar für seine Eskapaden sein, denn sonst wäre 
ja dieses tolle Erlebnis gar nicht zustande gekommen.

Über den Rücksitz des Auto wurde ein zufällig vorhandenes Bettlaken ausgebreitet und 
das "Hündchen" sprang auch brav darauf. Ich glaube, der hat es genossen, einmal herumkutschiert zu werden, denn der Ausreißer hat uns noch einige Male auf Suche fahren lassen. 
Der Autoschlüssel war auch immer griffbereit.

Um Balou ein wenig mehr unter Kontrolle zu haben, wurde das Gatter zur Schafsweide, wo er immer hindurchschlüpfte, noch zusätzlich mit einer Kette gesichert. Während ich das machte, stand er daneben und stupste mich immer wieder an. Was wollte er mir damit wohl sagen ????

Sicherlich hat er mich insgeheim ausgelacht J J. Denn wenn wir nun dachten, jetzt kann der Schlingel nicht mehr weg, war das eine absolute Fehleinschätzung.
Der Schlaumeier hat bei der nächsten Gelegenheit seine "niedlichen" Pfötchen auf die Klinke der Eingangstür gelegt, diese heruntergedrückt und ist uns wieder entwischt. Da war dann aber der Geduldsfaden mal gerissen und der Schlawiner kam an der Wiese bei den jungen Eseln an die Leine.

Fazit: Der Himmelhund Balou hat es faustdick hinter den Ohren! Aber böse sein kann man ihm 
trotzdem nicht. Er ist ein ganz lieber Schmusehund, der mit Vorliebe auch seine Zuneigung zeigt.

Sogar abends hat er mir einmal einen so stürmischen "Gute Nacht" Kuss verpasst, sprang an mir hoch und stupste mich mit seiner Schnauze so an, dass die Lippe sogar ein wenig aufplatzte. 
Jaja, auch Liebe kann manchmal weh tun, aber ich habe es bestens überstanden. 
Brauchte wenigstens nicht ungeküsst in die Heia.

Schmusekatzen

Jetzt möchte ich noch eine kleine Episode aus meinem Urlaub bei den lieben Menschen 
und den vielen Tieren im wunderschönen Westerwald erzählen:


 

 

 

 

Außer der bernsteinfarbenen Katzendame Momo gibt es da auch noch den schwarz-weißen Kater Alf. Dieser ist nicht so zutraulich und stromert meist den ganzen Tag durch die Gegend. Vor allen Dingen, wenn mehr Zweibeiner in der Hütte sind. Eigentlich ist bei mir gar keinen Draht zu Katzen vorhanden, denn mit solchen hatte ich "Stadtpflanze" nie etwas zu tun. Eines abends geschah für mich ein kleines Wunder. Wir saßen zufällig mal beim Fernsehen und die Katzen und der Hund Balou waren auch im Zimmer. Da meinte die fleißig strickende Westerwäldlerin: "Der Alf schaut Dich immer an, der will bestimmt auf Deinen Schoß und traut sich nicht"! Konnte ich mir gar nicht vorstellen. Er bekam dann ein wenig Hilfestellung und tatsächlich, er räkelte sich auf meiner Jeans, stupste mich mit seiner Pfote an und wollte gekrault werden. Bei Momo hatte ich das ja schon vorher erlebt, aber dass der schüchterne Alf das auch tat, und dann sogar bei mir, war ein tolles Erlebnis. Fühlte mich richtig geschmeichelt.

Dann gab es noch eine Premiere für mich:

Als ich eines nachts so gegen 4 Uhr mal wach war und auf meiner Bettkante saß, hörte ich ein raschelndes Geräusch, schaute auf und da stolzierte Alf unter dem Vorhang (eine Tür war da nicht) hervor, schaute mich ganz treuherzig an und war schwuppdiwupp in meinem Bett. Ließ sich kraulen und streicheln und schmiegte sich an mich. Naja, wenigstens eine "Herrlichkeit", die in mein Bett wollte :-)))))))
Ich stand dann auf um ein wenig frische Luft zu schnappen und als ich die Tür vom Wintergarten öffnete, verschwand das Kerlchen nach draußen.

 

 

 

 

Das nächste Erlebnis ließ nicht lange auf sich warten, gegen 7 Uhr spürte ich einen leichten Druck auf meiner Schulter, da war Momo in mein Schlafgemach stolziert und wollte sogar unter meine Decke. 
Das musste ich nicht unbedingt haben und drehte mich um. Da legte sie sich unter meinen Arm, kuschelte sich an mich und gemeinsam haben wir noch ein Stündchen geschlafen.

Was soll ich dazu bloß sagen??? Bei mir war noch nie eine Katze auch nur in der Nähe meines Bettes, 
geschweige denn da drin. Wieder um eine Erfahrung reicher !

Zitat des Tages: